Was dürfen Katzen nicht essen?

Es dürfte allen bekannt sein, dass Katzen sehr wählerisch sind. Allgemein verfügen die meisten Katzen über hohe Ansprüche, besonders wenn es sich um ihr Fressen handelt. Deshalb ist es auch keine Seltenheit, wenn Katzen manche Lebensmittel oder auch ihr eigenes Katzenfutter nach genauer Kontrolle in Form von schnuppern stehen lassen. Nicht desto trotz kennen Katzen nicht den Unterschied zwischen gesunden Lebensmiteln und eher ungesunden. So gibt es viele Lebensmitel die Katzen nicht essen dürfen und die keineswegs gut für die Gesundheit einer Katze sind. Spätestens hier kommen wir als Halter ins Spiel. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere geliebten Stubentiger genau diese Lebensmittel nicht verzehren.

Doch welche Lebensmittel sind giftig oder auch schädlich für Katzen? Nachfolgend möchten wir Ihnen die Top 10 der ungesunden und giftigen Lebensmittel für Katzen vorstellen.


1.) Schokolade & Kakao

Zu den besonders giftigen Lebensmitteln für Katzen gehört eindeutig die Schokolade. Allgemein ist die Schokolade für Tiere sehr schädlich und kann schlimme gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Frisst eine Katze Schokolade oder wird damit gefüttert kann es im schlimmsten Falle sogar bis hin zum Tod führen. Das in der Kakaobohne enthaltene Purinalkaloid Theobromin kann von Tieren nur langsam ausgeschieden werden. Dieser Giftstoff kann sich gleichzeitig im Blut anreichern. Bereits nach vier Stunden können sich erste Vergiftungsanzeichen bemerkbar machen. Hier gilt die Regel, je höher die Dosiert, desto gravierender ist auch die Vergiftung. Aufgrund dessen sollten Tiere allgemein nicht mit Schokolade gefüttert werden.

Sollte es jedoch dazu kommen und es treten erste Symptome einer Vergiftung auf, sollten Halter schnell reagieren und handeln. Anfangs können sich die Symptome in Verdauungsbeschwerden wiederspiegeln. Anschließende Symptome sind z. B. Durchfall, Erbrechen und einer erhöhter Blutdruck. Weitere Anzeichen sind ein geschwollener Bauch und ein unruhiges Verhalten. Auch Krampfanfälle sind ein Anzeichen einer Vergiftung durch das in der Schokolade enthaltene Theobromin. Sollte es zu schweren Herz-Kreislauf-Problem kommen, können diese sogar bis hin zum Tod des Tieres führen.

Deshalb sollten Halter darauf achten, dass die Katze keinesfalls mit Schokolade gefüttert wird. Ganz wichtig ist es auch darauf zu achten, wenn Kinder im Haus sind. Sicherheitshalber sollte diese auch bestenfalls unzugänglich für die Tiere aufbewahrt werden, umso schlimmeres zu vermeiden.

2.) Thunfisch

Bei Thunfisch handelt es sich zwar nicht um ein unbedingt giftiges Lebensmittel für Katzen, jedoch sollte dieser mit Vorsicht genossen werden. Allgemein sind Katzen regelrechte Thunfisch-Fans, jedoch kann dieser auch ungesund sein. In dieser Fischsorte ist Methylquecksilber enthalten, welches der Gesundheit der Katze schaden kann. Da Katzen Thunfisch aber so sehr lieben, muss nicht ganz darauf verzichtet werden. Hier sollten Halter auf kleine Portionen achten und in unregelmäßigen Abständen, dann ist dies unbedenklich. Sollte eine Katze zu viel Thunfisch verzehren, kann dies sogar bis hin zu Nierenproblemen oder auch Fettleber-, Herz- und Augenerkrankungen führen. Deshalb ausschließlich in Maßen genießen.

Ebenfalls ist es wichtig darauf zu achten, dass ausschließlich auf spezielles Katzenfutter mit Thunfisch zurückgegriffen wird. Der Thunfisch aus der Dose, welcher für den menschlichen Verzehr ausgelegt ist, verfügt meist über viel Salz oder auch Gewürze. Diese Zutaten können ebenfalls dem Tier schaden.

3.) Rohes Schweinefleisch

Immer häufiger setzen sich Halter mit der artgerechten Ernährung einer Katze auseinander. Deshalb gibt es immer mehr Halter die auch BARfen (Rohfütterung von Fleisch). Allgemein sollte beim BARFen oder auch allgemein auf die Fütterung von rohem Schweinefleisch verzichtet werden. Es besteht die Gefahr, dass sich die Katze mit dem Aujeszky-Virus infiziert. Leider verläuft diese Viruserkrankung in den meisten Fällen tödlich für das Tier. Aufgrund dessen sollte diese Fleischsorte auch niemals roh gefüttert werden.

Bei den Erregern Aujeszkyschen Krankheit handelt es sich um Herpes-Viren, die durch infizierte Schweine übertragen werden. Infiziert sich eine Katze durch das Fressen von rohem Schweinefleisch, wandern diese erstmal in den Magen-Darm-Trakt des Tieres. In Folge gelangen diese bis hin zum Gehirn. Diese Vieren zerstören im Gehirn das Nervengewebe, was hin zu einem schnellen Tod führt.

Nachfolend Symptome die im Zusammenhang mit der Infektion des Aujeszky auftreten können:

  • Aggressives Verhalten
  • Bewegungsstörungen
  • Regelmäßiges Miauen
  • Speicheln
  • Unruhe
  • Juckreiz
  • Lähmung
  • Erbrechen

4.) Leber

In der Leber ist sehr viel Vitamin-A enthalten. Kriegt eine Katze zu viel davon, können Knochenprobleme, Lähmungserscheinungen, Nierenschädigungen oder auch Gelenkveränderungen die Folge sein. Ein Grund hier für ist, dass sich das fettlösliche Vitamin A in dem Nieren- und Lebergewebe der Katze anreichert und somit das Gewebe schädigt. Auch eine Vitamin-A Vergiftung kann bei Katzen bis hin zum Tod führen.

Sollten Halter ihre Katze mit BARF-Nahrung (Rohfütterung) ernähren, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die insgesamte Fleischmenge nur aus maximal 3–5 % Leber besteht. Allgemein sollte immer eine gewisse Grundkenntnis beim BARfen vorhanden sein, um so die Gesundheit des Tieres nicht zu gefährden oder auch zu schädigen. Ein Tierarzt kann hier am besten Aufschluss geben.

5.) Hülsenfrüchte & Kohl

Wenn wir uns einmal die Lebensmittel anschauen, die bei uns Menschen für Blähungen sorgen, ist garantiert Kohl ganz weit oben mit auf der Liste. Auch bei Katzen gestaltet sich dieses Problem ähnlich. Diese können Kohl als auch Hülsenfrüchte nicht richtig verdauen. Deshalb sorgen diese bei Katzen ebenfalls für unangenehme Blähungen. Schauen wir uns die Hülsenfrüchte näher an, enthalten z. B. Bohnen, Erbsen oder auch Linsen über Toxine wie Phasin. Kommt es dazu, dass ihre Katze diese Früchte frisst, können diese Symptome ausgelöst werden:

  • Blutiger Durchfall
  • Blähungen
  • Kreislaufkollaps
  • Erbrechen

6.) Milch & sonstige Milchprodukte

Viele Menschen gehen davon aus, dass Milch in die artgerechte Ernährung von Katzen gehört. Doch falsch gedacht, denn erwachsene Katzen sollten keinesfalls mit Milch gefüttert werden. Im Kittenalter können Jungkatzen die enthaltene Laktose noch verdauen. Ältere Katzen hingegen verlernen es sozusagen mit der Zeit. Ein Grund hier für ist, dass Kitten das Enzym Lactase noch produzieren können während sie Muttermilch trinken. Mit dem Alter reduziert sich jedoch die Lactaseproduktion und es kann zu Unverträglichkeiten führen. Also dürfen Katzen Milch trinken, oder nicht?

Trinkt eine erwachsene Katze Milch können aufgrund der Unverträglichkeit Nebenwirkungen wie z. B. Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen oder auch Leberschäden die Folge sein. Auch Übergewicht und Zahnprobleme können auftreten. Natürlich gibt es auch Katzen, die die Milch selbst im erwachsenen Alter vertragen, dies jedoch abschätzen zu können ist nicht möglich. Deshalb sollten Halter zu spezieller Katzenmilch greifen, die nur sehr wenig bis gar kein Laktose enthält.

7.) Lauchgewächse

Für uns sind Lauchgewächse wie Zwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch fester Bestandteil in unserer gesunden Ernährung. Doch für Katzen können genau diese Lebensmittel reines Gift sein. Es reichen bereits kleine Mengen um Erscheinungen oder auch im schlimmsten Falle Vergiftungen hervorzurufen. Hier ist es ganz egal, ob die Lauchgewächse roh, gekocht oder auch getrocknet von der Katze verzehrt werden. Das hohe Vergiftungsrisiko liegt in der Schwefelverbindung, die die roten Blutkörperchen einer Katze zerstören kann. Deshalb sollten Halter ihre Katze keinesfalls mit Lauchgewächs füttern.

Erste Folgen können sich in Durchfall oder Erbrechen widerspiegeln. Kommt es dazu, sind es erste Anzeichen für eine Vergiftung. Da die roten Blutkörperchen zerstört werden, leidet das Tier unter einer Blutarmut. Auch die Atem- und Herzfrequenz wird in folge dessen gleichzeitig erhöht. Die Schleimhäute werden blass und der Urin verfärbt sich dunkel. Dies kann sogar bis hin zum Tod der Katze führen.

8.) Steinobst & Weintrauben

Für uns Menschen ist Obst gesund und gar nicht mehr wegzudenken. Doch Obst gehört nicht unbedingt in die artgerechte Ernährung einer Katze. Geht es um Steinobst, Weintrauben und Rosinen, sollten Halter ihre Katze keinesfalls damit füttern. Wenn wir uns Steinobst wie z. B. Pflaumen, Aprikosen oder auch Pfirsiche anschauen, enthalten diese Toxine, die Blausäure entwickeln können. Die Vergiftung spiegelt sich durch Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen und Atembeschwerden wieder.

Auch Weintrauben und Rosinen gehören nicht in den Futternapf einer Katze. Die Symptome sind von Katze zu Katze ganz unterschiedlich. Hier spielen Faktoren wie die Menge und das Körpergewicht der Katze eine Rolle. Verzehrt eine Katze dennoch diese Lebensmittel, können Symptome wie Appetitlosigkeit, Magenschmerzen und Durchfall auftauchen. Liegt eine gravierende Vergiftung vor, können sogar die Nieren des geliebten Stubentigers geschädigt werden.

9.) Rohe Kartoffeln

Die Kartoffel zählt als sehr beliebtes Lebensmittel, jedoch sollten nicht nur Katzen, sondern auch Menschen auf den Verzehr von rohen Kartoffeln vollkommen verzichten. Eine rohe Kartoffel verfügt über den Giftstoff Solanin. Dieser ist besonders in den grünen Stellen der Kartoffel zu finden. Das Solanin ist sowohl für Menschen als auch für Katzen gefährlich. Wird eine Kartoffel jedoch gekocht, besteht keine Gefahr mehr. Hier sollte man jedoch darauf, dass Kochwasser wegzuschütten und nicht zu verwenden. In diesem wird das sogenannte Solanin nach dem Kochvorgang gesammelt. Verzehrt eine Katze nur eine sehr geringe Menge der rohen Kartoffel, können bereits erste Vergiftungserscheinungen auftreten.

Verzehrt eine Katze rohe Kartoffeln können Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Desorientierung die Folge sein. Darüber hinaus können auch Magenkrämpfe und Verwirrtheit auftreten. Deshalb sollten Halter darauf achten, dass keinesfalls rohe Kartoffeln an den Stubentiger gefüttert werden.

10.) Avocado

Wer sich bereits mit dem Thema „Superfood“ auseinandergesetzt hat, ist garantiert auf ein ganz bestimmtes Lebensmittel gestoßen, und zwar die Avocado. Die Avocado enthält über ungesättigte Fettsäuren und viele Vitamine. Auch wenn die Avocado für uns Menschen sehr gesund ist, heißt es nicht, dass es ebenso für unsere geliebten Vierbeiner ist. Neben den Vitaminen verfügt die Avocado Persin. Diese Substanz hat eine toxische Wirkung auf Tiere. Kommt es dazu, dass eine Katze eine Avocado frisst, kann eine Vergiftung sogar bis hin zum Tod führen. Deshalb sollten Halter garantiert keine Avocado an die Schmusekatze verfüttern.

Die Symptome können in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. Dazu gehören Atemnot, Husten, Bauchwassersucht und Unterhautödeme. Steigt die Herzfrequenz der Katze, kann dies ebenfalls auf eine Vergiftung hindeuten. Darauffolgend kann es auch zu einer Herzmuskelschwäche kommen. Allgemein lässt sich diese Vergiftung nur sehr schwer behandeln. Deshalb kann eine Vergiftung sogar bis hin zum Tod des Tieres führen.


Wie könnnen Halter am besten vermeiden, dass die Katze giftige Lebensmittel frisst?

Allgemein sind Katzen sehr wählerische Tiere und essen nicht alles. Deshalb ist hier die Gefahr auch im Gegensatz zu Hunden nicht so hoch. Nicht desto trotz kann es jedoch zu solchen Situationen kommen und Halter sollten dies nicht ausschließen. Gerade bei noch sehr jungen Katzen oder auch Kitten steigt die Gefahr. Deshalb ist es als Halter unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass unser geliebter Stubentiger nicht an giftige Lebensmittel rankommt. Ein guter Schritt ist bereits sich zu erkundigen, welche Lebensmittel nicht geeignet sind oder sogar giftig sind für Katzen. Besteht diese Grundkenntnis kann es auch vermieden werden, unwissend etwas Giftiges an die Katze zu verfüttern. Darüber hinaus sollten Essensreste nicht auf dem Tisch oder der Arbeitsplatte stehen gelassen werden. Es kann alternativ auch herumstehend Essen einfach abgedeckt werden. Um auf Nummer sicherzugehen, sollte die Katze auch nur artgerechtes Katzenfutter bekommen, denn nicht alles, was für uns Menschen gut ist, ist auch gleichzeitig gut für unsere Schmusekatze. Allgemein sollten Halter stets eine artgerechte Ernährung für ihren Stubentiger anstreben.

Neben den bereits aufgezählten Lebensmitteln, gibt es auch viele weitere, die nicht gut für unsere tierischen Mitbewohner sind. Deshalb sollten auch Lebensmittel wie Salz, Alkohol, Kohlenhydrate, Hefe und Kaffee unzugänglich für Katzen aufbewahrt werden.

Katze hat sich vergiftet – wie im Notfall handeln?

Sollte es zu einer Notsituation kommen und der geliebte Stubentiger hat etwas ungesundes oder auch giftiges gefressen, ist es wichtig die Symptome richtig zu deuten. Je schneller wir Halter begreifen, dass etwas nicht stimmt, desto schneller können wir auch unserem geliebten Stubentiger helfen. Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar Symptome auflisten, die einen Zusammenhang mit einer Vergiftung durch Lebensmittel haben können:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Krämpfe
  • Speicheln
  • Zittern

Ein Notfallplan kann nicht nur Haltern helfen richtig zu reagieren in solch einer Situation, sondern auch das Leben des geliebten Vierbeiners retten. Hat die Katze etwas Ungesundes oder auch giftiges gefressen, ist es wichtig, sofort den Tierarzt zu informieren. Wichtig ist es jedoch, ruhig zu bleiben und nicht in Hektik zu verfallen. Dieses unruhige Verhalten kann sich ebenfalls negativ auf das Wohlbefinden der Katze in solch einer Situation widerspiegeln. Sollten Sie jedoch nicht mitbekommen haben, dass ihre Katze etwas Falsches gegessen hat und dennoch diese Symptome vorkommen, sollte ebenfalls umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Wir als Halter können unsere Katzen nicht auf Schritt und Tritt verfolgen, deshalb kann es auch sein, dass die Katze heimlich etwas gefressen hat. Solltet ihr jedoch wissen an welchen Lebensmitteln es liegt, sollte die Verpackung am besten mitgebracht werden zum Tierarzt. Selbst angefressene oder erbrochene Lebensmittel können bei der Ursachenforschung hilfreich sein. Eine schnelle tierärztliche Behandlung ist in solch einer Situation unumgänglich und das beste für den geliebten Stubentiger.